Guido Janeck –
Mit Herz und Handwerk: Wie er das Freibad Dabringhausen am Leben hält

Unser sechster Mutmacher in 2026:
Guido Janeck, 57 Jahre aus der Nähe von Köln…
… ist seit rund drei Jahren als IT-Project Manager im Bereich Omnichannel und Logistik bei DEICHMANN in Essen tätig.

Wenn im Freibad Dabringhausen die ersten Kinder ins Wasser springen, beginnt für Guido Janeck einer der schönsten Momente des Jahres. Denn bevor die Freibadsaison richtig starten kann, liegen Wochen voller Arbeit hinter ihm und zahlreichen weiteren Ehrenamtlichen. Reinigen, reparieren, Fliesen austauschen, Umkleiden instandsetzen oder technische Anlagen erneuern: Seit vielen Jahren engagiert sich Guido dafür, dass das Freibad auch weiterhin ein Treffpunkt für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren in der Region bleibt.
Der Grundstein für dieses Engagement wurde bereits vor 14 Jahren gelegt. Damals plante die Stadt, das Freibad aufgrund der hohen Betriebskosten zu schließen. Für Guido, selbst Saisonkartenbesitzer, wäre damit weit mehr als eine Freizeitmöglichkeit verschwunden. „Das Freibad ist ein Treffpunkt für Jugendliche, und der Kiosk im Freibad ist im Sommer auch eine Anlaufstelle für Senioren zum gemeinsamen Frühstück“, erzählt er. Gemeinsam mit anderen Bürgerinnen und Bürgern suchte er deshalb den Kontakt zum städtischen Bauhof, um herauszufinden, welche Arbeiten und Investitionen notwendig wären, um das Bad zu erhalten. Immer mehr Menschen aus dem Ort schlossen sich an.
Seit 2013 wird das Freibad (Schwimmverein Freibad Dabringhausen e.V.) mithilfe eines Betreiber- und eines Fördervereins weitergeführt. Während sich der Betreiberverein unter anderem um öffentliche Gelder und Fördermittel kümmert, sammelt der Förderverein Spenden, koordiniert externe Firmen und übernimmt einen großen Teil der Reinigungs-, Reparatur- und Sanierungsarbeiten. Für Guido bedeutet das vor allem im Frühjahr jede Menge Arbeit: An rund 20 Tagen unterstützt er an den Wochenenden dabei, das Freibad für die neue Saison vorzubereiten.
Die Aufgaben sind vielfältig. Grünanlagen und Volleyballplatz müssen gepflegt, Schwimmbecken mit Hochdruckreinigern gesäubert und Liegen, Bänke sowie Sanitäranlagen gereinigt werden. Aufgrund des Alters der Anlage kommen jedes Jahr weitere Reparaturen hinzu. Guido hat gemeinsam mit dem Team beispielsweise Umkleidekabinen instand gesetzt, Spinde und Schließfächer gebaut und montiert sowie defekte Fliesen und Silikonfugen in den Becken erneuert.
In den vergangenen Jahren beschäftigte er sich außerdem intensiv mit Maßnahmen, die langfristig die Betriebskosten des Freibads reduzieren sollen. Dazu gehörten unter anderem die Installation einer Photovoltaikanlage, die Umstellung der Heizungsanlage und der Austausch alter Pumpen gegen energiesparendere Modelle.
Denn der Betrieb eines Freibads ist nicht nur arbeits-, sondern auch kostenintensiv. Trotz öffentlicher Unterstützung bleibt es jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung, die Saison zu ermöglichen.
Mit der Eröffnung des Freibads ist die Arbeit für die Ehrenamtlichen jedoch längst nicht vorbei. Auch während des laufenden Betriebs gibt es immer wieder etwas zu tun: Ein abgebrochener Schlüssel steckt im Schloss, ein Schließfach muss geöffnet oder eine Pumpe repariert werden. Kassendienste und technischer Support werden ebenfalls vollständig von Ehrenamtlichen übernommen. Lediglich Bademeister und Rettungsschwimmer werden für ihre Tätigkeit bezahlt.
Wie viel Arbeit tatsächlich hinter einem Freibad steckt, wurde Guido erst durch sein Engagement bewusst. Allein in die Vorbereitungen vor Saisonbeginn fließen nach Angaben des Vereins mehr als 4.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden.Hinzu kommen zahlreiche gesetzliche Vorgaben und technische Anforderungen, etwa an Filteranlagen, Rohrleitungen und Pumpen. Doch gerade diese Herausforderungen zeigen Guido immer wieder, was möglich ist, wenn viele Menschen gemeinsam an einem Ziel arbeiten. „Man kann gemeinsam mit Gleichgesinnten im Team Unglaubliches bewegen.“
Besonders schön ist für ihn deshalb jedes Jahr der Moment, wenn die Arbeiten rechtzeitig abgeschlossen sind und die ersten Schulklassen freudestrahlend ins Wasser springen. Dann wird sichtbar, wofür sich die vielen Stunden gelohnt haben. Das Freibad bietet nicht nur Abkühlung an heißen Sommertagen, sondern auch Schwimmtraining für Kinder, Aquafit und weitere Freizeitangebote wie Volleyball und Wakeboarden (INFINITE WAKEPARK e.V.).
Für Guido ist sein Ehrenamt dabei auch ein persönlicher Ausgleich zu seiner Arbeit in der IT. Statt digitaler Projekte stehen am Wochenende Fliesen, Werkzeuge und technische Anlagen auf dem Programm. Noch wichtiger ist für ihn aber das Miteinander. Menschen verschiedener Altersgruppen und mit unterschiedlichen handwerklichen Fähigkeiten arbeiten Seite an Seite auf dasselbe Ziel hin: das Freibad rechtzeitig für den Sommer zu öffnen und damit einen wichtigen Treffpunkt in der Region zu erhalten.
Seine wichtigste Erkenntnis aus den vergangenen Jahren ist deshalb ebenso einfach wie wirkungsvoll: Gemeinsam lässt sich viel erreichen. Wer selbst überlegt, sich ehrenamtlich zu engagieren, dem rät Guido, sich ein Thema zu suchen, das einem wirklich am Herzen liegt. „Man muss Freude daran haben und mit dem Herzen dabei sein – und dann einfach machen.“

Das DEICHMANN Mutmacher-Preisgeld in Höhe von 500 Euro spendet er an den Förderverein Freibad Dabringhausen e.V.
DIE DEICHMANN-MUTMACHER! DEICHMANN sucht wieder engagierte Mitarbeitende. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr selbst aktiv seid oder einfach ein tolles Projekt kennt, das Unterstützung verdient. Es geht darum, gemeinsam Gutes zu tun! Stellt euch vor, wie ihr das Leben von Menschen in eurer Umgebung positiv beeinflussen könnt. Das Engagement wird auch in diesem Jahr mit 500 EUR für das ausgewählte Projekt gewürdigt. Ihr kennt ein unterstützenswertes Projekt, wollt einen Mutmacher vorschlagen oder seid vielleicht selbst einer? Dann meldet euch bei uns unter info@deichmann-bewegt.de! Wir freuen uns auf eure Geschichte!
